112 KONZERNLAGEBERICHT AUSBLICK GESCHÄFTSENTWICKLUNG Die RHÖN-KLINIKUM AG und ihre Tochtergesellschaf- ten sind erfolgreich in das Geschäftsjahr 2010 ge- startet. Die Patientenzahlen nehmen kontinuierlich weiter zu. Die ersten Monatsergebnisse liegen im Rahmen unserer Planung. Bei den in der Umstrukturierung befindlichen Kranken- häusern und Universitätskliniken erwarten wir 2010 weiter steigende Ergebnisbeiträge. Bereits länger dem Konzernverbund angehörende Krankenhäuser unter- nehmen wie jedes Jahr alle Anstrengungen, um aus eigener Kraft weiter zu wachsen und ihre Ertragslage weiter zu verbessern. Signifikante Verbesserungen auf der Einnahmenseite durch höhere Preise sehen wir für 2010 nicht. Un- sere Tochtergesellschaften planen ein internes Leis- tungswachstum von rund 5 % und gehen davon aus, dass sich für dieses Wachstum Umsatzerlöse von ca. 50 % der Regelvergütungen erzielen lassen. Aus diesen Mehreinnahmen können zusammen mit Um- strukturierungs- und Effizienzgewinnen Kostensteige- rungen kompensiert und in einem gewissen Umfang noch zusätzliche Deckungsbeiträge zur Ergebnisver- stärkung von rund 5 % erzielt werden. Insgesamt sind wir jedoch zuversichtlich, die Heraus- forderungen des Geschäftsjahres 2010 erfolgreich meistern zu können. Ohne zusätzliche Akquisitionen und bei einer mode- raten Entwicklung auf der Tarifseite planen wir Um- sätze von rund 2,6 Mrd. und einen Konzerngewinn von rund 145 Mio. innerhalb einer Schwankungs- breite von jeweils 5 % nach oben und unten. Die Investitionen im Konzern werden im Geschäftsjahr 2010 ­ ohne Klinikerwerbe ­ wieder auf einem hohen Niveau liegen. Bei Fortsetzung unserer Wachstumsstrategie und un- ter der Prämisse, dass die derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen auch über 2010 hinaus noch gelten, wird sich unser Wachstumstrend von ca. 3 % beim Umsatz und ­ moderate Tarifabschlüsse vorausge- setzt ­ ca. 5 % beim Ergebnis fortsetzen. Wenn je- doch bei einem nicht auszuschließenden Anstieg der Arbeitslosigkeit die Beitragseinnahmen der gesetz- lichen Sozialversicherungen nachhaltig sinken und die Fehlbeträge nicht aus Steuermitteln ausgeglichen werden, muss der Gesetzgeber spätestens ab 2011 erneut Spargesetze auf den Weg bringen, die bran- chenweit zu Einnahmeverlusten und damit einherge- henden Ergebnisrückgängen führen können. Ob und, wenn ja, in welchem Umfang diese Entwicklungen auch auf den Konzern der RHÖN-KLINIKUM AG Ein- fluss haben, hängt maßgeblich von dem künftigen Erfolg unserer kontinuierlich laufenden Umstrukturie- rungsmaßnahmen und unserer Innovationskraft ab. Wir setzen alles ein, um gegebenenfalls eintretende Ergebnisrückgänge zu kompensieren. Bad Neustadt a.d. Saale, 26. April 2010 Der Vorstand Andrea Aulkemeyer Dr. Erik Hamann Wolfgang Kunz Gerald Meder Wolfgang Pföhler Ralf Stähler Dr. Irmgard Stippler Dr. Christoph Straub
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