109KONZERNENTWICKLUNG KONZERNLAGEBERICHT Unser Finanzmanagement bewegt sich in dem kon- kurrierenden Zielsystem von Liquidität, Risikomini- mierung, Rentabilität und Flexibilität. Oberste Priori- tät hat dabei die Liquiditätssicherung mit dem Ziel, eine fristenkongruente und auf den Planungs- bzw. Projekthorizont des Unternehmens abgestimmte Laufzeitfixierung zu realisieren. Zur Liquiditätssiche- rung stehen neben den internen Cash-Flows ver- schiedene voneinander unabhängige Kreditlinien mit mehreren Finanzinstituten in ausreichender Höhe zur Verfügung. Gegebenenfalls zu tätigende temporäre Geldanlagen werden extrem konservativ disponiert. An zweiter Stelle der Zielrangliste steht für uns die Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken. Diese treten gegebenenfalls als Anschlussfinanzierungen und Zinsschwankungen auf. Das Geschäftsmodell der RHÖN-KLINIKUM AG ist langfristig ausgerich- tet. Deshalb decken wir unseren Finanzbedarf re- gelmäßig langfristig gesichert ein, um das Refi- nanzierungsrisiko zu minimieren. Das Risiko aus Zinsschwankungen begrenzen wir durch Zinssiche- rungsgeschäfte. Dadurch erreichen wir eine mittel- fristige Kalkulierbarkeit unseres Zinsaufwandes. Bezüglich der Rentabilität streben wir eine Ertragsop- timierung an. Unsere Finanzierungsstrukturen steuern wir nach fol- genden finanzwirtschaftlichen Kennzahlen: Finanzwirtschaftliche Kennzahlen Sollwert 2009 2008 Nettokredit- verschuldung/ EBITDA 3 1,4 2,3 EBITDA/ Nettozins- aufwand 6 12,2 9,0 Unsere Innenfinanzierungskraft hat deutlich zuge- nommen. Der Cash-Flow stieg gegenüber dem Ver- gleichszeitraum des Vorjahres um 24,5 Mio. bzw. 11,5 % auf 238,3 Mio. (Vj. 213,8 Mio. ). Die Finanzstrukturen des Konzerns sind durch die Kapitalerhöhung deutlich gestärkt worden. Zum Bilanzstichtag verfügen wir über freie Kreditlini- en sowie kurzfristig verfügbare liquide Mittel von mehr als 500 Mio. . Unser mittel- bis langfristiger Finanzbedarf wird laufend überwacht und Verhand- lungen zu Folgeverträgen werden frühzeitig aufge- nommen. Unter Würdigung aller Umstände des Geschäftsjah- res 2009 kommt der Vorstand bezüglich der wirt- schaftlichen Lage des Konzerns zu folgender Ge- samtaussage: Nahezu sämtliche Kliniken des Konzerns haben ihre Leistungen, ihre Ertragskraft und ihre Effizienz un- ter Beachtung aller bestehenden Marktregulierungen steigern können. Durch das Wachstum der Innen- finanzierung und die Verbreiterung der Eigenkapi- talbasis aufgrund der Kapitalerhöhung hat sich die finanzielle Stabilität des Unternehmens deutlich ver- bessert. Die Ausgangsbasis für einen signifikanten Wachstumsschub wurde gelegt. Die Nettofinanzver- schuldung liegt bei 16,6 % und die Eigenkapitalquote bei 59,0 % der bereinigten Bilanzsumme. Honoriert wurde die bessere Finanzausstattung des Konzerns von der Rating-Agentur Moody's im Februar 2010 mit einer Höherstufung von Baa3 auf Baa2. INVESTITIONEN Die Gesamtinvestitionen im Geschäftsjahr 2009 von 545,8 Mio. (Vj. 358,2 Mio. ) gliedern sich wie folgt auf: Einsatz von Fördermitteln Einsatz von Eigenmitteln Insgesamt Mio. Mio. Mio. Laufende Investitionen 41,4 291,1 332,5 Kliniküber- nahmen 90,0 123,3 213,3 Insgesamt 131,4 414,4 545,8 Im Geschäftsjahr 2009 haben wir in immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und als Fi- nanzinvestitionen gehaltene Immobilien insgesamt 545,8 Mio. (Vj. 358,2 Mio. ) investiert. Von diesen Investitionen betreffen 131,4 Mio. (Vj. 79,3 Mio. ) Fördermittel nach KHG, die von uns anschaffungs- kostenmindernd berücksichtigt werden. Im Konzernabschluss weisen wir Nettoinvestitionen von 414,4 Mio. (Vj. 278,9 Mio. ) aus. Von den Net- toinvestitionen entfallen 123,3 Mio. (Vj. 3,6 Mio. ) auf Anlagegüter, die im Rahmen von Übernahmen zugingen, und 291,1 Mio. (Vj. 275,3 Mio. ) auf laufende Investitionen des Geschäftsjahres.
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