94 KONZERNLAGEBERICHT UMGANG MIT CHANCEN UND RISIKEN Unternehmens zu sichern. Darüber hinaus ist er verpflichtet, seinem Vorgesetzten über bestehen- de und entstehende Gefahren ebenso unverzüg- lich zu berichten wie über sich bietende Möglich- keiten und Chancen. Integration der Risikoerkennung in Geschäfts- und Arbeitsabläufe Unsere klinischen Arbeits- und Geschäftsprozesse sind am Flussprinzip orientiert und sehen verpflich- tend Arbeitsteilung, Schnittstellen und den Wechsel von Verantwortlichkeiten im Verlauf der Behand- lungskette vor. Dadurch ist das Erkennen von Ri- siken systemisch vorgegeben. Unsere Mitarbeiter fördern und schulen wir im verantwortungsvollen Umgang mit unseren Arbeits- und Geschäftsprozes- sen. Damit erreichen wir gleichzeitig einen verant- wortungsvollen Umgang mit Chancen und Risiken. Konzerneinheitliche systematische Risikobewer- tung und Risikosteuerung Um im gesamten Konzern ein effizientes Risiko- management nach einheitlichen Maßstäben zu ge- währleisten, verwenden wir bei der Risikoinventur konzernweit einheitliche und objektiv nachvollzieh- bare Verfahren zur Bewertung der Eintrittswahr- scheinlichkeit und der Schadenshöhe eines Risikos. Neben der Bewertung dieser beiden Faktoren gilt es, geeignete Strategien und Maßnahmen zu de- ren Senkung einzusetzen. Primäres Ziel der Risi- kosteuerung ist ­ unter Abwägung der damit ver- bundenen Chancen ­ die Risikominimierung, wenn möglich die Risikovermeidung. Wo immer möglich, agieren wir präventiv, schadensvermeidend oder -begrenzend, oder wir stellen Sicherheitsreserven zur Verfügung. Dazu bedienen wir uns festgelegter Reaktionsmechanismen. Bei der Abwägung von Chancen und Risiken hat die Interessenlage des Patienten oberste Priorität. Denn dadurch sichern wir mittelbar auch die Interessenlage des Unter- nehmens bestmöglich ab. Kommunikation und Transparenz Durch zeitnahe, offene interne und externe Kom- munikation schaffen wir Vertrauen und die Basis für Selbstkritik und kontinuierliches Lernen. Indem wir das Risikomanagementsystem regelmäßig über- prüfen, bewerten und an sich permanent ändernde Rahmenbedingungen anpassen, sichern wir die Ak- zeptanz des Systems und entwickeln es weiter. ERGEBNISSE DER RISIKOINVENTUR 2009 Die Risikoinventur des Geschäftsjahres 2009 zeigt einen weiterhin positiven Trend. Der durchschnittli- che Risikowert des Gesamtkonzerns ist gegenüber dem Vorjahr erneut zurückgegangen. Diese günstige Entwicklung führen wir auf systeminterne Kontroll- mechanismen zurück. Jedes Risiko wird einer jährli- chen Prüfung unterzogen, in der bei Bedarf bereits etablierte Gegenmaßnahmen optimiert und neue Ge- genmaßnahmen eingeleitet werden. Im Geschäftsjahr 2009 haben wir konzernweit insge- samt 248 (Vj. 240) Einzelrisiken überwacht. Die Einzel- risiken sind nach folgenden Risikofeldern strukturiert: Konzernspezifische Risiken Klinikspezifische Risiken ­ Allgemeine Betriebs- und Betreiberrisiken ­ Pflege und Medizinischer Bereich ­ Patientenverwaltung ­ Sicherheitsrisiken ­ Versicherungswesen ­ Finanz- und Rechnungswesen ­ EDV und Telekommunikation ­ Personalwesen ­ Materialwirtschaft und Investition ­ Technik Immobilienrisiken Risiken der Medizinischen Versorgungszentren Risiken der Servicegesellschaften Für die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Schadens- höhen bestehen jeweils drei Stufen (niedrig, mittel, hoch) mit Klassifizierungen zwischen eins und drei. Die Schadenshöhe (ebenfalls Stufen eins bis drei) ori- entiert sich an der Größe der Gesellschaft. Der Risiko- wert wird als Produkt aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe mit einer Wertigkeit zwischen eins und neun ermittelt. Wir klassifizieren Risikowerte von weniger als 2,0 als kleine Risiken und Risikowerte ab 6,0 als große und somit bestandsgefährdende Risiken. Bestandsgefährdende Risiken sind im Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Bestandsgefährdende Entwicklun-
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