92 KONZERNLAGEBERICHT WIRTSCHAFTLICHES UND RECHTLICHES UMFELD Das Jahr 2009 war geprägt von der Influenza-Pandemie. Wichtige Bestandteile zur Vorsorge in den Konzernklini- ken waren ein konsequentes Risikomanagement sowie eine sorgfältig vorbereitete Impfkampagne. Der Erfolg dieser Maßnahmen zeichnete sich in einer im Bundes- vergleich überdurchschnittlich guten Impfquote in den Konzernkliniken aus. Routinemäßig wurden zudem das systematische Aufnahmescreening für MRSA-Patienten sowie die »Aktion saubere Hände« vorangetrieben. Re- gelmäßig standen die Kliniken über Projektgruppen im engen Austausch. Hier wurde u.a. das konzernweite CIRS-Reporting (Critical Incident Reporting System), das für die Erfassung und Meldung von sogenannten »Beinahe-Vorfällen« wegweisend ist, weiterentwickelt. Die Ergebnisse der Qualitätsmessungen werden von unseren Kliniken einmal im Jahr in Qualitätsberichten veröffentlicht und damit transparent gemacht. Mit den Werkzeugen des Qualitätsmanagements erken- nen wir nicht nur Chancen für Qualitätsverbesserun- gen, sondern auch potenzielle Betriebsrisiken. 2009 startete die RHÖN-KLINIKUM AG zusammen mit der Asklepios Kliniken GmbH sowie der Sana Kli- niken AG die Initiative »Qualitätskliniken.de«. Ziel die- ser bundesweiten Qualitätsinitiative ist ein besserer Vergleich der Kliniken nach ausgewählten Indikato- ren aus den Bereichen Medizin, Patientensicherheit, Patientenzufriedenheit und Einweiserzufriedenheit. Anliegen dieses Qualitätsportals ist es, allen interes- sierten Patienten und Ärzten eine Orientierung über die Versorgung in den beteiligten Einrichtungen zu geben. Mit den neuen Indikatoren sollen neue und transparente Maßstäbe in der Qualitätsbeurteilung gesetzt werden. Struktur, Prozesse und Kontrollen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems Gemäß § 289 Abs.5 HGB und § 315 Abs.2 Nr. 5 HGB sind börsennotierte Gesellschaften vom Geschäfts- jahr 2009 an verpflichtet, eine Beschreibung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems vorzunehmen. Über die bereits im Lagebericht gebotene Beschreibung von wesentlichen Risiken und deren Steuerung sollen nunmehr die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems beschrie- ben werden. Dabei werden als Merkmale insbeson- dere die Art und Weise der Risikosteuerung und -überwachung verstanden. Das beschreibungspflichtige rechnungslegungsbezo- gene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem umfasst diejenigen Strukturen (Aufbauorganisation) sowie Prozesse und Kontrollen (Ablauforganisation), die für die Erstellung der Jahresabschlüsse für den Konzern der RHÖN-KLINIKUM AG und die RHÖN-KLI- NIKUM AG selbst am Bilanzstichtag relevant sind. Der Konzern der RHÖN-KLINIKUM AG ist in rechtlicher Sicht sehr weitgehend dezentral organisiert. Sowohl die einzelnen Kliniken als auch die MVZ- und Service- gesellschaften sind überwiegend in eigenen, rechtlich und wirtschaftlich unabhängigen Gesellschaften ­ in der Regel als GmbH ­ verfasst. Der Konzernrech- nungslegungsprozess ist so organisiert, dass für jede der Tochtergesellschaften zu jedem Stichtag ­ d.h. monatlich ­ auf Basis eines konzernweit einheitli- chen Kontenplans und eines konzernweit einheitlichen Buchhaltungsprogramms ein Abschluss in konzern- eigenen Rechenzentren erstellt wird. Die Abschlüsse werden ca. vier Arbeitstage nach Ab- lauf des Monats an das Konzernrechnungswesen ge- meldet. Dort werden zusammen mit der Abteilung Controlling und fallweise auch mit der Abteilung In- terne Revision die einzelnen Monatsabschlüsse ana- lysiert, plausibilisiert und bewertet. Von zentraler Be- deutung dabei sind Leistungs-, Umsatz-, Kosten- und Margenveränderungen, bezogen auf Vergleichswerte des Vorjahres, des Vormonats und der Planungsrech- nungen. Pro Gesellschaft werden detaillierte Abwei- chungsanalysen erstellt sowie Steuerungsmaßnahmen zur Zielerreichung abgesprochen. Gesellschaften, die nachhaltig hinter ihren Ergebnis- und Margenzielen lie- gen, werden in besonderer Weise unter ein enges Mo- nitoring des Gesamtvorstands gestellt. Zu jedem Quartalsende wird ein Konzernabschluss erstellt. Dabei werden auf Ebene der Einzelgesell- schaft sowohl die für die Zwecke des Abschlusses der Einzelgesellschaft nach HGB als auch die für Zwecke des Konzernabschlusses nach IFRS rele- vanten Informationen bereitgestellt. Die Abschluss- daten der Tochtergesellschaften werden mittels zertifizierter Konsolidierungssoftware nach der Ka- pitalkonsolidierung und einer Konsolidierung von Aufwendungen und Erträgen, Forderungen und
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